Altbauten energetisch fit machen

Vorher Bruchbude, hinterher energieeffizientes Zuhause – bis dahin ist es manchmal ein langer Weg. Welche Maßnahmen unerlässlich sind, erfahren Sie hier.

Wer eine ältere Immobilie erbt oder eine gebrauchte kauft, der steckt in der Regel einige zehntausend Euro hinein, um sie nach seinen Vorstellungen bewohnbar zu machen. Um energetische Standards zu erreichen, erneuern Erben und Immobilienkäufer die Heizsysteme, verbessern die Dämmung und tauschen Fenster und Türen aus.

Wärmedämmung – die effektivste Maßnahme

Eine Investition in Wärmedämmung birgt das größte Einsparpotenzial für die neuen Besitzer. Welche Maßnahmen hierbei sinnvoll sind, ermittelt ein Energieberater. Dieser berechnet dafür den sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert), die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz. Gut gedämmte Bauteile haben kleine Werte, schlecht gedämmte große. Oft lohnt sich eine Fassadendämmung, denn vernünftig isolierte Immobilien verbrauchen erheblich weniger Energie.

Damit die Gebäudehülle ideal isoliert ist, dürfen auch Fenster und Türen nicht vergessen werden. So sparen laut www.rehau.com hohe Dämmwerte bei Kunststofffenstern bares Geld.

Fassadendämmung

Fassadendämmung und der Einbau von Fenstern mit günstigem Wärmedurchgangskoeffizienten senken den Energieverbrauch erheblich. pixabay.com © liveinlondon (CCO Public Domain)

Heizungsanlage erneuern

Der zweitgrößte Posten, um Energie zu sparen, betrifft die Heizung und Warmwasseraufbereitung. Einfach, aber effektiv: Durch einen hydraulischen Abgleich wird die vorhandene Heizung optimal eingestellt. Dadurch verbrauchen Bewohner generell weniger Heizenergie. Manchmal allerdings führt an einer neuen Heizung kein Weg vorbei. Wer eine Heizungsmodernisierung plant, kann sich bei der Wahl des Geräts an der von der Europäischen Union eingeführten Energieverbrauchskennzeichnung orientieren. Die Kennzeichnung informiert, wie sparsam die Heizungsanlage mit Energie umgeht.

Sinnvolle Investitionen

Eine energetische Sanierung kann unter Umständen teuer werden, aber durch die eingesparten Heizkosten gleicht sich der finanzielle Aufwand zumindest teilweise wieder aus. Bei der Fassendämmung ist die günstigste Methode das Wärmedämmverbundsystem. Hier fallen pro Quadratmeter bis zu 130 Euro an. Für die Dämmung des Dachs werden mindestens 50 Euro pro Quadratmeter fällig. Wer die Fenster austauscht und beispielsweise dreifach verglaste Fenster mit optimierten Rahmen wählt, sollte mit bis zu 400 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche rechnen. Am meisten müssen Sanierer in eine neue Heizung investieren:

  • Eine Wärmepumpe kostet zwischen 21.000 und 37.000 Euro
  • Für eine Gas- oder Ölbrennwertanlage fallen Kosten zwischen 8.000 und 10.000 Euro an
  • Für eine Holzpelletheizung müssen zwischen 20.000 und 28.000 Euro bezahlt werden

Zwar ist die energetische Sanierung mit vielen Kosten verbunden, entpuppt sich jedoch aus langfristiger Perspektive als eine sinnvolle Investition, da damit beachtliche Einsparungen bei den Heiz- und Energiekosten möglich sind. Zudem gibt es für viele Maßnahmen einen Zuschuss vom Staat: Die KfW fördert unter anderem Dämmmaßnahmen, neue Fenster und Türen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt Hausbesitzer, wenn sie mit erneuerbaren Energien heizen.