Windkraft belebt Jobmarkt

Einer aktuellen Studie zufolge entwickelt sich die Windindustrie zu einem sehr wichtigen Arbeitgeber in Deutschland.

Im Jahr 2015 habe die Onshore- und Offshore-Windindustrie deutschlandweit 140.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze gestellt und einen Umsatz von 14 Milliarden Euro erwirtschaftet, so eine Studie der drei Branchenverbände Bundesverband WindEnergie, VDMA Power Systems und Offshore-Wind-Industrie-Allianz. Zum Vergleich: Die häufig als innovativ beschriebene Luft- und Raumfahrtbranche bietet zur Zeit 100.000 Arbeitsplätze.

Zukünftiger Erfolg abhängig von der Politik

Aufgrund der Bundestagswahl im September könnte es zu großen Veränderungen in der Energiepolitik kommen. Deswegen sei es besonders wichtig, die entstandenen Arbeitsplätze zu sichern und alle Wachstumschancen zu nutzen, betonen die drei Organisationen. Auch die Politik sei gefordert, verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen und eine kluge Energieaußenpolitik zu gewährleisten. Energiewende sei nämlich ein globaler Megatrend und Windenergie Kern des künftig auch weltweiten Energiesystems.

Windenergie kein norddeutsches Phänomen

Die Studie widerlegt außerdem das oftgehörte Vorurteil, dass Windenergie nur im norddeutschen Raum große Bedeutung hat. Vor allem Zulieferer aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektrotechnik und IT-Industrie sind in anderen Bundesländern stark vertreten. In Baden-Württemberg gibt es beispielsweise 9.490 Beschäftigte, in Bayern 11.820 und 13.120 in Sachsen-Anhalt. Selbst Offshore-Windenergie erschaffe in küstenfernen Bundesländern mehr und mehr Arbeitsplätze.