Nicht nur Strom liefern, sondern auch Schnee schmelzen

Mit rückstromfähigen Fotovoltaikanlagen können Häuserdächer vor Einbruch durch Schneelasten geschützt werden.

Leise rieselt der Schnee: Derzeit ist vor allem der Süden Deutschlands und die Alpenregion von starken Schneefällen geplagt. Innerhalb weniger Stunden ist eine dermaßen große Schneemenge gefallen, dass viele Dächer der Last nicht stand hielten und eingebrochen sind. Eine Technologie aus der Sonnenstromerzeugung kann das ändern: Rückstromfähige Fotovoltaikanlagen.

Wie bei der Heckscheibe im Auto

Das Prinzip funktioniert wie bei der beheizten Heckscheibe eines Autos: Durch Rückbestromung mit Nennstrom bei einer Außentemperatur von 0 Grad Celsius wird die Oberflächentemperatur von Solarmodulen etwa um drei Grad erhöht. Das reicht aus, um einen entstehenden dünnen Wasserfilm zu erzeugen, der den Schnee zum Schmelzen bringt.

Dachneigung wichtig

Allerdings muss man dann die Anlage während des Schneiens permanent bestromen. Die Energiemenge, die dafür benötigt wird, hängt von der Dachneigung ab. Generell gilt: Je steiler das Dach, desto mehr weniger Energie wird benötigt. Denn Schneemassen rutschen dann schneller vom Dach als bei flacheren Dächern.