Klein, aber oho

Start-up entwickelt Schaltung zur Effizienzsteigerung von Fotovoltaikanlagen.

Drei Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft haben eine Elektronik zur Verbesserung des Wirkungsgrades bei Verschattungen von Solarmodulen entwickelt. Die kleine patentierte Schaltung soll nun vermarktet werden.

Schatten als Feind

Die neue Technologie ist darauf ausgerichtet, eines der größten Probleme der Solarenergie zu lösen: Denn Fotovoltaikanlagen reagieren meist sehr empfindlich, wenn Schatten von Bäumen oder anderen Gebäuden auf einzelne Solarpanele fällt. Die Verschattung eines einzigen Moduls führt meist zu einem Leistungsabfall der gesamten Anlage. Auch wenn bloß ein Zwanzigstel des Solarpanels im Schatten liegt, wird dieses oftmals vollständig außer Betrieb gesetzt, was nicht zu verachtende Auswirkungen auf das Gesamtsystem hat. Schließlich sind die Module in der Regel in Reihe geschaltet – wenn in einem Modul der Strom sinkt, sinkt er in der gesamten Anlage.

Effizient und günstig

Die Besonderheit der von den studentischen Tüftlern entwickelten Schaltung liegt darin, dass sie nur an verschattete Solarmodule angebracht und auch nur bei solchen aktiv wird. Dadurch sinkt der Investitions- und Installationsaufwand und der Wirkungsgrad des Gesamtsystems erhöht sich.
Die Elektronik sei effizienter und günstiger als bisherige technische Lösungen für den Leistungsabfall von Fotovoltaikanlagen durch Verschattung und soll ab dem ersten Quartal 2019 serienmäßig erhältlich sein.