Ein Ende für alte Kamin- und Kachelöfen?

Ab dem 1. Januar 2018 müssen alte Holzöfen strenge Grenzwerte bei Staubemissionen einhalten. Für über 33 Jahre alte Öfen endet die Übergangsfrist.

Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, die Bundesimmissionsschutzverordnung (1.BImSchV), enthält eine Regelung, um den Anlagenbestand in Deutschland zu ertüchtigen und die gesundheitsschädlichen Emissionen von Staub und Kohlenmonoxid zu verringern. Stoßen Feuerstätten mehr Emissionen aus, als die Verordnung genehmigt, müssen sie bis zum Jahresende entweder ausgemustert oder mit einem speziellen Partikelfilter nachgerüstet werden.

Strengere Grenzwerte für Holzöfen

Zum Jahreswechsel treten strengere Grenzwerte für Holzöfen in Kraft, denn Kamin- und Kachelöfen verursachen gesundheitsschädliche Staubemissionen. Die oben genannte Regelung betrifft Öfen mit einem Baujahr vor 1985. Zu hohe Staubemissionen können mithilfe eines Partikelfilters bis unter die verlangte Schwelle gesenkt werden. Ein zu hoher Kohlenmonoxid-Ausstoß bedeutet aber das Aus für die Feuerungsanlage, denn das unsichtbare, giftige Gas kann nicht gefiltert werden. Für die Vermeidung von Luftschadstoffemissionen spielt neben dem technisch einwandfreien Zustand der Feuerungsanlage auch der ordnungsgemäße Umgang mit dieser, eine entscheidende Rolle.

Austausch statt Nachrüstung

Meist raten Experten zu einem Ofentausch, da die Kosten für eine Messung und Nachrüstung höher als die Investition in einen neuen, effizienten Ofen sind. Für Messungen muss man mit Kosten zwischen 100 und 300 Euro rechnen, der Partikelfilter inklusive Einbau kann bis zu 1.500 Euro kosten. Für diesen Betrag gibt es bereits neue Geräte mitsamt Installation. Außerdem bietet ein kompletter Austausch weitere Vorteile: Neben dem Schadstoffausstoß, sinken auch die Brennstoffkosten, da neue Anlagen durch ihren höheren Wirkungsgrad energiesparender sind. Hinzu kommt noch, dass die neuen Öfen aufgrund ihrer emissionsarmen Technik auch an Tagen mit Feinstaubalarm betrieben werden dürfen – ein enormer Vorteil für Hauseigentümer in Großstädten.