Der Umwelt zuliebe: Deutsche wollen weniger Fleisch essen

Die Mehrheit der Deutschen will 2019 weniger Fleisch essen und spricht sich für eine artgerechtere Tierhaltung aus.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts Emnid planen 54 Prozent der deutschen Bundesbürger ihren Fleisch- und Wurstkonsum in diesem Jahr zu reduzieren. Die Umfrage wurde im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace durchgeführt.

Fleischverzicht für Umwelt und Gesundheit

Auffallend sind die unterschiedlichen Angaben der Befragten je nach ihrem Geschlecht und Alter. So gaben 62 Prozent der Frauen an, 2019 weniger Fleischwaren essen zu wollen. Bei den Männern planen das deutlich weniger: 46 Prozent. Das Alter der Befragten macht sich vor allem bei den Beweggründen bemerkbar: So versprechen sich hauptsächlich die Älteren, ihre Ernährung und Gesundheit durch einen häufigeren Verzicht von Fleisch und Wurst zu verbessern. Für die Mehrheit der Jüngeren hingegen sind Umweltschäden der wichtigste Grund, sich künftig häufiger vegetarisch ernähren zu wollen.

Verbraucher wollen mehr Tierschutz

Zudem sind 89 Prozent der Befragten dazu bereit, für Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung mehr Geld zu zahlen. 81 Prozent planen verstärkt auf die Haltungskennzeichnung zu achten. Eine freiwillige Kennzeichnung halten 85 Prozent für nicht ausreichend. Martin Hofstetter von Greenpeace erklärt, die Umfrageergebnisse sprechen für den „zunehmenden Bewusstseinswandel der Verbraucher“.