China verringert Kohleausbau

Die chinesische Regierung will bis 2020 weniger Kohlestrom produzieren.

In absoluten Zahlen verursacht China weltweit die meisten CO2-Emissionen. Die nationale Energiebehörde Chinas wies deshalb 13 Provinzen an, 103 Kohleprojekte abzubrechen. Zusammen hätten sie eine Anschlussleistung von 120.000 Megawatt erreicht. Etwa die Hälfte dieser Kraftwerke war schon im Bau. Die Kohlenachfrage ist in den letzten Jahren gefallen und die Regierung versucht dem extremen Smog im Land entgegen zu wirken.

Begrenzung der Kohleverstromung

Im aktuellen Fünfjahresplan soll der Kohleverbrauch um zwei bis vier Prozent pro Jahr sinken und die Kohleproduktion bis 2020 um ein Fünftel verringert werden. Außerdem wird ab 2020 der durch Kohle gewonnene Strom auf insgesamt 1,1 Millionen Megawatt begrenzt. Zum Vergleich: In den USA sind Kohlekraftwerke mit einer Leistung von nicht mal mehr 300.000 Megawatt am Netz. Nach wie vor gibt es allerdings Pläne für hunderte neue Kohlekraftwerke in China. Manche Provinzen ignorieren von der Regierung angeordnete Baustopps einfach.

Fortschreitende Energiewende

Die Energiewende schreitet aber auch in China stetig voran. Seit Ende 2015 wird in China weltweit der meiste Strom durch Fotovoltaikanlagen gewonnen, zuvor war Deutschland Spitzenreiter. Bis 2020 möchte die Regierung Chinas jährlich 105.000 Megawatt Solarstrom generieren. 2016 lag diese Zahl noch bei etwa 77.200 Megawatt.