Altmaier will EEG-Förderung deckeln

Bundesumweltminister Peter Altmaier besteht auf Obergrenzen bei der Förderung von Ökostrom. Eine stetige, verlässliche und bezahlbare Entwicklung müsse das Ziel sein.

Noch-Bundesumweltminister Peter Altmaier besteht bei der Ökostromförderung auf verbindlichen Obergrenzen für den Ausbau von Anlagen für Erneuerbare Energien. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Das sei der entscheidende Schlüssel für einen langfristig planbaren, berechenbaren und effizienten Umbau der Energieversorgung, so der Minister. Deutschland spare sich einen dreistelligen Milliardenbetrag für die Energiewende.

Paradigmenwechsel gefordert

Altmaier forderte im Interview mit der Zeitschrift eine Abkehr vom bisherigen System: „Was wir vorhaben, ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel bei der Energiewende. Weg vom unkontrollierten Wildwuchs, vom plan- und richtungslosen Ausbau der erneuerbaren Energien, hin zu einer stetigen, verlässlichen und bezahlbaren Entwicklung.“

Für 2030 hält Altmaier maximal einen Ökostromanteil von 50 Prozent bis 55 Prozent für verkraftbar und vertretbar. Bundesländer, die bisher vom ungebremsten Ausbau profitieren, müssten Abstriche hinnehmen. „Es kann nicht länger 16 Energiekonzepte von 16 Bundesländern geben, die unkoordiniert nebeneinander stehen. Sobald es das nationale Ausbauziel gibt, werden sich die Bundesländer daran halten und dann ihre Ausbauziele herunterschrauben“, so Altmaier.